Gehirnforscher Manfred Spitzer hat die Auswirkungen von Gewalt im Fernsehen auf das menschliche Gehirn untersucht.
In einer Studie in den USA wurde festgestellt, dass Jungendliche 13.000 Stunden ihres Lebens in die Schule gehen. Im gleichen Zeitraum haben sie 25.000 Stunden fern gesehen. Dabei haben sie 32.000 Morde gesehen und 200.000 Gewalttaten.
Jetzt kommt das Interessante.
In nur 4 Prozent der Gewalttaten wurden eine alternative gewaltfreie Konfliktlösung angesprochen.
In über 50 Prozent der Gewaltszenen tut die Gewalt nicht weh. Die Menschen schlagen sich und lachen dabei.
In über 70 Prozent der Gewalttaten im Fernsehen kommt der Täter unentdeckt davon.
Spitzer hat weiter festgestellt, dass die vielen Stunden TV-Konsum wie Gehirnwäsche wirken.
Das bedeutet die Menschen, die viel fernsehen, haben ein anderes Verhältnis zur Gewalt als Menschen die weniger fern sehen.
Menschen die oft vorm TV sitzen, machen durch die Gehirnwäsche die Erfahrung, dass körperliche oder verbale Gewalt alternativlos ist, dass Gewalt nicht weh tut und wenn Sie Gewalt anwenden unentdeckt bleiben.
Vielen werden nun einwenden, auch wenn ich viel TV sehe, dann hat das für mich als Erwachsener keinen Einfluss.
Haben Sie schon mal eine erwachsene Frau gesehen, wenn Sie "Dirty Dancing" ansieht?
Wenn Sie dann immer noch glauben, Fernsehen hätte keinen Einfluss auf die Emotionen von Erwachsenen, dann hinterlassen Sie mir bitte einen Kommentar und schlidern Sie mir Ihre Sichtweise zu diesem Thema.
Beobachten Sie einmal, wie sich Ehepaare im TV trennen bzw. scheiden lassen.
Oder wie Nachbarn miteinander umgehen, wenn sie Probleme haben.
Wie lösen Ehepaare ihre Alltagsprobleme?
Wie gehen Eltern mit ihren Kindern um und umgekehrt?
Wie wird der Alltag von Familien dargestellt?
Weiterführende Links:
Feldstudien über Gewaltkonsum und Aggressivität
Medienalltag von Kindern
Vorsicht Bildschirm! - Fernsehen vermüllt die Köpfe der Kinder. Es macht macht dumm und gewalttätig

