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Lassen sich Menschen mit Drohungen und Druck zur Kooperation zwingen?

Eine Studie der Universität Liverpool zeigt, dass sich Menschen mit Drohungen und Druck nicht zu einer bestimmten Handlung bewegen lassen.

Auch wenn es in dieser Studie um Verhörmethoden geht, so spiegelt sie meine Erfahrung wider.

Mit Drohungen (dann hören sie von meinem Anwalt) oder Druck (spätestens bis zum ... sonst) lässt sich bei Menschen nichts erreichen.

Ist aus meiner Sicht völlig logisch, wenn wir von uns selbst ausgehen.

Will ich mich als erwachsener Mensch von einem anderen erwachsenen Menschen unter Druck setzen lassen?
Nein, denn warum redet er mit mir nicht wie mit einem erwachsenen Menschen?
Würde er sich bedrohen und unter Druck setzen lassen wollen?
Sind Drohungen und Druck überhaupt eine menschliche Umgangsform?
Darüber könnten einige Berufsstände mal nachdenken.

Eine menschliche Umgangsform funktioniert im Grunde sehr einfach.

Wie du mir so ich dir - Wie ich dir so du mir.

Will ich zum Beispiel von meinem Mitmenschen Verständnis bekommen, kann ich es nur bekommen, wenn er von mir Verständnis bekommt.

Wenn ich von einem Menschen etwas haben will, muss ich bereit sein, dem anderen zu geben, was er haben will.

Leider sind wir durch unser Kleinkindalter in diesem Bereich mental gestört.
Wir haben meist den Sandkastenstreit vor Augen wo wir uns mit unseren Freunden um die Schaufel gestritten haben.

Wir haben so lange geschrien bis die Kindergärternerin (im Erwachsenenalter ist das der Richter) gekommen ist und bestimmt hat, wer mit der Schaufel jetzt spielen darf.
Da sie die Entstehungsgeschichte des Streits nicht mitbekommen hat, entscheidet sie völlig emotionslos und sucht die für sie einfachste Lösung damit sofort wieder Ruhe herrscht.
Oft verbunden mit einer Drohung: "Wenn jetzt noch einer von euch rumschreit, sitzt er in der Stillen Ecke.

Im Kleinkindalter hat sich diese Vorgehensweise in unser Unterbewusstsein als Handlungsweise eingebrannt und so agieren wir als Erwachsene dann auch, wenn wir mit einem anderen Menschen in Streit geraten.

Nur diese Handlungsweise führt typischerweise zum totalen Chaos, weil über uns Erwachsenen kein Erwachsener mehr steht, der über uns bestimmen kann.

Daher erschufen wir uns Einrichtungen und Behörden, die über uns stehen und unsere mentale Störung aus der Kindheit weiter aufrecht erhalten.

Gibt es also einen Weg unsere mentale Störung aus der Kindheit aufzulösen?

Ja.

  1. Ich mache mir bewusst ich bin Erwachsen.
  2. Kein Mensch steht über mir und kann mich zu etwas zwingen. Genausowenig stehe ich über einen Menschen und kann ihn zu etwas zwingen.
  3. Möchte ich etwas von einem erwachsenen Menschen so finde ich zuerst heraus, was er möchte.
  4. Wir sprechen über unsere Wünsche und versuchen sie uns gemeinsam zu erfüllen.
  5. Am Ende bekommen alle Erwachsene das was sie wollten, weil sie kooperierten.

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